Neuwahlen: Generationswechsel beim VfL Zusamaltheim

 
Die neue Vorstandschaft des VfL Zusamaltheim tritt in große Fußstapfen. Doch Vorsitzender Erich Wieland gibt sich zuversichtlich, mit dem guten Team in seinem Rücken die Aufgaben bewältigen zu können und den Verein weiter zu entwickeln.
Zusammen bringen sie es auf 48 Vorstandsjahre, doch auch jeder für sich hat mit fünfzehn beziehungsweise achtzehn Jahren viel zu erzählen. Georg Mauermaier, Karl Kratzer und Karl Binswanger verabschiedeten sich bei der Generalversammlung des VfL von der aktiven Bühne. „Ich möchte keinen Tag missen“, sagte Binswanger zu den zahlreichen Mitgliedern, die gekommen waren, um eine neue Vorstandschaft zu wählen und die alte zu verabschieden.
Die drei „Meilensteine“ hatten in ihrer Amtszeit eine Menge zu verantworten: Sportheimsanierung, Tennisheimbau, die Errichtung eines Jugendspielfeldes und zuletzt die aufwendige Sanierung des Hauptspielfeldes samt Umbau in eine der besten Sportanlagen der Region gehen auf ihr Konto. Dabei hätte schon die erste Aufgabe das Aus bedeuten können. „Der Schorsch sagte mir damals, er glaube, ich könnte der Vorstand mit der kürzesten Amtsdauer werden“, schmunzelte Binswanger und erzählte von den Überlegungen, ob Sportheimsanierung mit oder ohne Schützen und den vielen Schwierigkeiten, die dazu führten, dass die Vorstandschaft damals untereinander recht streitlustig war.
 
Der „Schorsch“, also Georg Mauermaier, war es dann aber auch, der zusammen mit Karl Kratzer fünfzehn Jahre lang an der Seite von Karl Binswanger stand. „Wir waren zusammen ein Dream-Team“, so die deutliche Meinung des Ex-Vorstands. Kratzer brachte sich und seine Meinung ein, das tat dem VfL sehr gut, wie Binswanger betonte.Auch Bürgermeister Wolfgang Grob schätzte in seinen Worten den Mann aus Riedsend, der den Verein engagiert mit geführt hatte: „Ich kenne dich noch als Spieler, ich war ein Bub, da hast du dich schon immer mit vollem Einsatz eingebracht, so habe ich dich später auch im Vorstand erlebt, und noch heute leidest du, wenn die Mannschaft nicht punktet“ Grob sagte, alle guten Dinge seien drei, und das habe der VfL mit seinen drei Vorständen unterstrichen. Denn Mauermaier war immer der „zweite Zweite.“ Ein Amt, das es eigentlich so gar nicht gibt, aber geben muss, wenn es so passt wie hier. „Niemand weiß so viel wie du über das Sportheim und das drumherum“, betonte auch Neuvorstand Wieland.
 
In einer rührenden Zeremonie verabschiedeten die neuen Mitglieder der Vereinsführung ihre Vorgänger. Die Fußspuren die sie weiterstapfen wollen, sind große, aber das Feuer, die der alte Vorstand hatte, fackelt auch in den „Neuen“. Ganz im Sinne von Binswanger: „Wer Vorstand ist, der sollte das mit Leidenschaft sein, das haben wir immer so gehalten.“ Erich Wieland habe Leidenschaft, und sein Team im Rücken: „Wir sind eine junge Vorstandschaft, doch den Leuten hinter mir vertraue ich zu hundert Prozent,“ sagte Wieland. Der Verein soll wachsen, das hat er auch versprochen. Binswanger sieht es ähnlich zuversichtlich: „Heute ist die VfL -Zeit nicht zu Ende. Der VfL wird sich weiter entwickeln.
Noch vor einem Jahr war die Lage schwierig, die Vorstandschaft bereits ja damals schon bereit, das Zepter zu übergeben; Nachfolger fanden sich damals jedoch nur spärlich. Heuer sah es anders aus: Alle Posten konnten besetzt werden. „Die großen Sachen sind weg, aber wir haben schon noch was zu tun“, schmunzelte Neuvorstand Wieland. Gesamtsportlich ist alles im grünen Bereich, nur auf dem Fussballrasen, bei der 1. Mannschaft, läuft es nicht rund.
 
Viel Dank gab es für Trainer Roland Reiter, der in der Zeit der Not völlig unkompliziert die Regie bei der ersten Mannschaft übernommen hat. Hexen kann der aber auch nicht. „Zwei Jahre sind wir davon gekommen, ich fürchte, auch wenn wir noch so sehr kämpfen, und das tun wir: Dieses Jahr sind wir vermutlich
 
dran“, resümierte Rainer Manzenrieder. Große Erfolge gibt es beim Tischtennis und auch dem Tennis. Und auch der Breitensport profitiert: Seit der Zusammenlegung von Bodyfit und Tischtennis boomt dieser Kurs, wie Irene Kaim berichtete. Tendenz: Steigend. (wela)
 

Im Bild (von links): Andreas Lernhard, Michael Miller, David Deisenhofer, Andreas Doktor, Rudolf Wagner, Erich Wieland, Arjan Plooij, Gustav Holand jun., Bernhard Kitzinger, Thomas Höß, Thomas Eisenkolb, Jochen Manzenrieder.