25. Jubiläum der Tennisabteilung 2014

 
„Es ist kaum zu glauben, aber wir sind nun schon 25 Jahre alt“, begrüßte Abteilungsleiter Josef Rupp. Sein Rückblick erinnerte an die bemerkenswerte Einsatzbereitschaft derjenigen, die 1988 das Tennis nach Zusamaltheim holten.
 
Der Zeitpunkt damals war günstig, Deutschland im Tennisfieber nach den Wimbledonsiegen von Steffi Graf und Boris Becker. „Herbert Schön wurde als Abteilungsleiter benannt, er redete wegen des möglichen Standorts ‚Schulgarten’ mit Anliegern und auch Fördermöglichkeiten wurden geprüft“, berichtete Rupp. Der Standort ließ sich dann aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Wohngebiet nicht realisieren. „Daraufhin hat der damalige zweite Bürgermeister Martin Hammel Gespräche mit Josef Wagner geführt: Dieser hat sich bereit erklärt, die notwendige Fläche aus seinem Acker an die Gemeinde zu veräußern.“
 
Dafür ist die Tennisabteilung beiden heute noch sehr dankbar: „Es ist nicht selbstverständlich, aus einem schönen Acker ein Stück herauszuschneiden“, so Rupp. Baubeginn war Juli 1988, 44 am Bau beteiligte Personen leisteten 1571 Arbeitsstunden. „Aus der Zahl der Helfer und der geleisteten Stunden kann man ermessen, welches Engagement notwendig war, um dieses Projekt zu schultern.“ Besonders dankte Rupp dem Treppenbauer, Martin Reiter, der ebenfalls unter den Festgästen war: „Martin, der fehlt gar nichts, da bröckelt nichts.“
 
Zum vollkommenen Glück allein fehlt ein Vereinsheim
 
Der Spielbetrieb startete, doch man merkte: Es fehlt etwas. „Unser erstes ‚Vereinsheim’ war ein Bauwagen, den uns Georg Ausperger unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat“, erzählte Josef Rupp, „danach hatten wir einen ebenfalls kostenlosen Bürocontainer.“ Komfortabel, doch kein Dauerzustand: 1999 wurde der Neubau des Tennisheims beschlossen, 2000 eingeweiht. Wie sehr die Mitglieder sich mit ihrer Abteilung identifizieren konnten, zeigt nicht nur die erbrachte Eigenleistung: Sechs Mitglieder stellten sich auch als Bürgen für ein Darlehen zur Verfügung. Im sportlichen Bereich steht bei der Tennisabteilung in Zusamaltheim nicht ein Erfolg unter allen Umständen im Vordergrund: „Uns geht es um das Miteinander, um Geselligkeit und Kameradschaft.“ Ob Punkt- oder Freundschaftsrunde: „Es sollen möglichst alle zum Einsatz kommen, die gerne spielen wollen“, so Rupp.


Spielgemeinschaften mit den Nachbarn
 
Um den Herren die Teilnahme an der Freundschaftsrunde zu ermöglichen, bildete man verschiedentlich Spielgemeinschaften, so mit Roggden und mit Osterbuch/Bocksberg. Die Jugendspielerinnen haben derzeit eine erfolgreiche Spielgemeinschaft mit dem TC Weisingen. Ein wichtiger Aspekt der Vereinsarbeit ist gelungene Jugendarbeit. Rupp nutzte die Gelegenheit, um offiziell den langjährigen Trainer Herbert Rott zu verabschieden und zu danken: „Du hast für das Tennis in Zusamaltheim unendlich viel geleistet, den meisten der heutigen Aktiven das Spielen beigebracht.“
 
Durch ihn habe der kleine Verein großes Spielpotenzial und einen guten Leistungsstand erreichen können. Herbert Rott selbst zeigte sich dankbar für die Zeit: „Größte Motivation für einen Trainer ist es, wenn die Jugendlichen mitmachen und die Lehren annehmen“, sagte er. Für den Vorstandschef des VfL, Karl Binswanger, ist klar: „Tennis macht Spaß und ist gesund, es stillt das Bedürfnis der Menschen nach Bewegung und sozialen Kontakten.“ In einer Zeit, in der viele Menschen nur dem Profit hinterher jagten, sei das Ehrenamt der Beteiligten hoch zu bewerten. Bürgermeister Wolfgang Grob gratulierte der Tennisabteilung: „Was hier aus dem Nichts geschaffen wurde, ist beispielhaft“, sagte er, „die Anlage ist im Top-Zustand, sportliche Erfolge sind da: Man kann sagen, der Jubilar ist pumperlgesund.“
 
Größter Spaß beim Jubiläumsabend: ein Film von der Einweihung des Tennisplatzes mit einem Match zwischen Pfarrer Melchior Hops und Martin Hammel. Den ganzen Abend hörte man: ‚Mensch, das hätte ich gar nicht mehr gewusst.’ Am Sonntag feierten die Spieler stilecht mit einem kleinen Vereinsturnier und dem Tag der offenen Tür.
 
 

Für außerordentliches Engagement als langjähriger Trainer wurde Herbert Rott ausgezeichnet. „Ihm verdanken wir außerordentliches Spielpotenzial und einen guten Leistungsstand“, bedankte sich Tennis-Abteilungsleiter Josef Rupp beim 74-jährigen, der bereits im vergangenen Jahr auf eigenen Wunsch das Traineramt abgegeben hat. Im Bild (von links): Josef Rupp, Herbert Rott, Karl Binswanger und Renate Mauermair.
 
 

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Geburtstagsfest der Tennisabteilung des VfL Zusamaltheim: 25 Jahre ist es her, als sich einige Tennisbegeisterte für einen Platz in Zusamaltheim eingesetzt haben. Nun wurden Gründungsmitglieder mit einer süßen Überraschung geehrt: Leckerem Kuchen in Form eines Tennisschlägers. Im Bild (von links): Johann Bee, Johann Popp, Hyazinth Hartmuth, VFL-Vorstand Karl Binswanger, Finny Schön in Vertretung, Tennis-Abteilungsleiter Josef Rupp, Renate Mauermair und Martina Mayrböck.